H-Kennzeichen: Bei Oldtimern in Deutschland sehr beliebt

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H-Kennzeichen: Bei Oldtimern in Deutschland sehr beliebt

Oldtimer können als gewöhnliche Fahrzeuge zugelassen werden. Doch etliche Besitzer ziehen in Österreich den Eintrag „Historisches Fahrzeug“ vor, weil er gewisse Vorzüge mit sich bringt. Aber nicht nur in Österreich gibt es ein solches Konzept, einige Länder verfahren sehr ähnlich. Das gilt auch für Deutschland, wo es das sogenannte H-Kennzeichen gibt. Im heutigen Beitrag möchten wir detailliert über die Hintergründe dieses Kennzeichens informieren.

Vorzüge des H-Kennzeichens

Mittlerweile gilt das H-Kennzeichen bei Besitzern von Oldtimern als sehr beliebt. Grund sind die gebotenen Vorteile. Im Wesentlichen gibt es gleich drei Gründe, die dafür sprechen, einen Pkw mit solch einem Nummernschild zuzulassen.

Kfz-Steuer: Bei einer regulären Zulassung ist die übliche Kfz-Steuer zu entrichten. Deren Höhe richtet sich primär nach den Abgaswerten. Doch gerade hier können historische Fahrzeuge längst nicht mehr punkten. Aufgrund der meist fehlenden Abgasgbehanldung werden Emissionen in großer Menge ausgestoßen. Die Folge ist eine vergleichsweise hohe Belastung durch die Kfz-Steuer. Liegt hingegen eine Zulassung als historisches Fahrzeug vor, wird ein pauschaler Steuerbetrag fällig. Für einen Pkw beträgt er 191,73 Euro, für ein Kraftrad wiederum 46,02 Euro.

Kfz-Versicherung: Beim Versicherungsschutz ist die Situation nicht viel anders. Inzwischen gibt es mehrere Oldtimer-Versicherungen, die diverse Vorzüge bieten. Allerdings sind diese Versicherungstarife im Regelfall nur zugänglich, wenn eine H-Zulassung vorliegt. Einer der wesentlichen Vorteile ist der Beitrag. Die Versicherer wissen, dass Fahrzeuge mit H-Zulassung achtsam gefahren werden und somit ein verringertes Unfallrisiko besteht. Zugleich sind teilweise spezielle Zusatzleistungen enthalten, wie z.B. eine verbesserte Übernahme von Werkstattkosten.

Umweltzonen: Viele deutsche Innenstädte wurden in Umweltzonen umgewandelt. Dort dürfen nur Fahrzeuge mit der jeweils ausgewiesenen Plakette fahren. Hier kommt wieder die oftmals unzureichende Abgasreinigung ins Spiel. Weil die meisten Oldtimer bei den Abgaswerten nicht überzeugen, besteht oft keine Chance auf den Erhalt einer grünen Plakette. Liegt jedoch eine H-Zulassung vor, ist das Befahren der Umweltzonen gestattet.

Voraussetzung für den Erhalt des H-Kennzeichens

Es gibt lediglich eine Voraussetzung, damit eine Zulassung als historisches Fahrzeug erfolgen kann. Benötigt wird ein Oldtimergutachten, welches dem Fahrzeug einen angemessenen Zustand attestiert. Derartige Zertifikate werden von Prüfstellen, wie z.B. der Dekra oder dem TÜV, ausgestellt.

Die Erstellung eines Gutachtens ist nicht mit der klassischen Hauptuntersuchung zu verwechseln. In Anbetracht der erhöhten Aufwands sind Termine zu vereinbaren. Bei solch einem Termin wird das Fahrzeug genau unter die Lupe genommen. Im Kern interessieren sich die Prüfer für den Originalzustand. Eine gute Note gibt es nur für Fahrzeuge, die nicht als „verbastelt“ gelten. Kleinere Modifizierungen können durchaus zulässig sein, sofern sie den Charme des jeweiligen Fahrzeugs nicht zu stark verändern. Zudem ist der technische Zustand von Bedeutung. Ist beispielsweise ein Auto schon stark angerostet, ist eine gute Benotung nicht zu erzielen. Der deutsche Gesetzgeber will auf diesem Weg sicherstellen, dass das H-Kennzeichen wirklich nur den Fahrzeugen zugesprochen wird, die es auch verdient haben, als automobiles Kulturgut geschützt zu werden.

Eigentümer, die verunsichert sind, können ihr Fahrzeug auch prüfen lassen, um anschließend zu entscheiden, wie sie verfahren möchten. Unter Umständen kann es erforderlich sein, Modifikationen vorzunehmen. Von deren Aufwand wird dann abhängig gemacht, ob Geld in das Fahrzeug gesteckt wird. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, entscheidet sich beim Auto- oder Motorradkauf am besten gleich für ein Fahrzeug, das bereits über die H-Zulassung verfügt.

Die Kosten einer Begutachtung bei der Prüfstelle gelten im Übrigen als überschaubar. Bei einem Pkw ist mit Gebühren in Höhe von ca. 100 Euro zu rechnen, Motorräder werden für ca. 60 bis 70 Euro geprüft. Die Erstellung des Zertifikats ist hierbei eingeschlossen. Sofern mindestens die Note „gut“ erreicht wird, kann die H-Zulassung erfolgen. Übrigens wurden die Kriterien aufgeweicht, früher haben die Zulassungsstellen ausschließlich die Note „sehr gut“ akzeptiert.

Autowerbung im TV: So wurden Kulturmarken geschaffen

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Neuwagenkäufer machen ihre Entscheidung von zahlreichen Faktoren abhängig. Hierbei werden aber keineswegs nur rationale Argumente berücksichtigt – andernfalls ließe es sich nicht erklären, weshalb sich so viele Menschen für Premium-Fahrzeuge begeistern. Autos anderer Hersteller haben ähnlich viel zu bieten, aber werden trotzdem nicht so oft gekauft.

Ein großes Thema ist Emotion. Mit den einzelnen Automarken werden ganz bestimmte Dinge bzw. Werte in Verbindung gebracht. Gerade die Premium-Hersteller investieren große Summen in ihr Marketing, um die Wahrnehmung ihrer Marken zu beeinflussen. Allerdings gibt es Kritiker, die die Originalität der Unternehmen bemängeln. Die großen Zeiten der Autowerbespots im TV sind schon lange vorbei. Wer sie sehen möchte, muss vergleichsweise weit in die Vergangenheit blicken.

Aus genau diesem Grund haben wir eine Übersicht verschiedener Spots aus der Autowerbung erstellt. Es handelt sich durchweg um Spots, die einen legendären Status erlangt haben – auch wenn sie vor allem jüngeren Menschen oft nicht mehr bekannt sind.

Opel Manta

In den 1970er Jahren wurden die Marke Opel ganz anders als heute wahrgenommen. Auch wenn sich dies viele Menschen heute nicht mehr so ganz vorstellen können, galt die Marke einst als sehr modern. Vor allem bei jüngeren Kraftfahrern konnte sie punkten. Besonders der Manta hatte es ihnen angetan, der auch gerne als Golf Konkurrent betrachtet wurde.

Legendär ist der Werbespott, in dem ein Opel Manta zu sehen ist, der durch die Wüste rast – und sich dabei indirekt ein Wettrennen mit einem Geparden liefert.

Opel Diplomat

Noch eine Werbung von Opel. Wer hätte gedacht, dass Opel einst Autos mit V8 Motor gebaut hat? Das gab es tatsächlich, nämlich im Opel Diplomat. Der folgende Werbespot aus dem Jahr 1965 ist zwar nicht so sehr bekannt, aber er belegt eindrucksvoll, wie exklusiv die Fahrzeuge einst waren.

Audi 100 Quattro

Der Aufstieg von Audi zum Premium-Hersteller war ein langer Weg. Ein ganz entscheidender Grundstein wurde im Jahr 1986 gelegt, als ein Audi 100 eine Skisprungschanze hochfuhr. Mit diesem Spott erlangten die Ingolstädter große Aufmerksamkeit und konnten die Leistung ihres Quattro-Antriebs unter Beweis stellen. Der Spot gilt längst als legendär.

BMW X3

Zugegeben, diese Autowerbung ist vergleichsweise jung, sie stammt aus dem Jahr 2003. Im Mittelpunkt steht der BMW X3, das erste Midsize SUV aus München. Der Spot selbst gilt als legendär, weil er es im Internet zu großer Verbreitung geschafft wurde. Das Zusammenspiel der Szenen und die hinterlegte Musik haben bei Fans in aller Welt große Begeisterung ausgelöst – und das obwohl der Spot nur auf in deutscher Sprache produziert wurde.

Ein Streifzug durch die Geschichte des Automobils

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Der Erfindung des Automobils hat die Geschichte der Menschheit nachhaltig verändert. Keine Frage, das Rad war längst erfunden und insbesondere die Kutsche versprach lange Zeit schon eine ausgesprochen gute Mobilität. Doch mit dem Auto änderte sich alles. Plötzlich war es möglich, weite Distanzen beeindruckend schnell zurückzulegen. Zumal die Autos rasch günstiger und somit für jedermann erschwinglich wurden.

Patent-Motorwagen von Carl Benz

Die Anfänge des Automobils reichen in das Jahr 1886 zurück, als Carl Benz seinen Patent-Motorwagen entwickelte. Das damals noch vergleichsweise schwach angetriebene Fahrzeug machte schnell von sich reden. Die Nachricht wurde in ferne Länder getragen und rasch äußerten vermögende Menschen den Wunsch, solch ein Fahrzeug ebenfalls besitzen zu wollen. Inspiriert vom Patent-Motorwagen wurden zahlreiche Tüftler aktiv, um in den nachfolgenden Jahrzehnten eigene Autos zu entwickeln.

Heute erfährt der Patent-Motorwagen von Carl Benz eine große Wertschätzung. Leider konnte das Originalfahrzeug nicht erhalten werden. Im Museum von Mercedes-Benz ist ein äußerst detailgetreuer Nachbau zu bewundern. Die Experten gaben sich große Mühe, um den Wagen möglichst so wiederzugeben, wie er einst geschaffen wurde.

T-Model von Ford

Es sollte lediglich bis Anfang des 20. Jahrhunderts dauern, bis das Automobil der breiten Bevölkerung in der westlichen Welt, d.h. insbesondere in Nordamerika und Europa zugänglich wurde. Den Grundstein legte Henry Ford im Jahr 1908 mit seinem T-Model. Er war es nämlich, der die Automobilfertigung am Fließband einführte und damit eine kleine Revolution anführte. Diese neue Form der Fertigung gestattete es, die Produktionskosten sehr deutlich zu senken und damit Autos für fast jedermann erschwinglich zu machen.

Das T-Model von Ford schrieb eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, es sollte bis in die 1970er Jahre das am meisten verkaufte Automobil bleiben. Lange Zeit sah es auch ganz danach aus, als ob es so bleiben wird. Immerhin wurde das Auto viele Jahre lang bzw. von 1908 bis 1927 gebaut. Während dieses Zeitraums gelang es Ford, mehr als 15 Mio. Einheiten des Pkws zu produzieren und in alle Welt zu verkaufen. Der Hauptmarkt waren jedoch die USA, wo auch heute noch die meisten T-Model Oldtimer zu finden sind.

Golf von Volkswagen

Volkswagen war das Unternehmen, das Ford beim meist verkauften Auto aller Zeiten den Rang ablief. Vom Käfer wurden im Zeitraum vom 1938 bis 2003 mehr 21,5 Mio. Einheiten gebaut und ausgeliefert. Trotzdem ist der VW Käfer nicht das am häufigsten verkaufte Auto der Welt. Hierbei handelt es sich nämlich um den VW Golf. Den gibt es mittlerweile in der siebten Generation – er wird seit dem Jahr 1974 gebaut.

Aufgrund dieser langen Bauzeit ist es nicht verwunderlich, dass der Golf auf eine große Fangemeinde blicken kann. Allerdings ist diese zum Teil gespalten. Es gibt etliche Golf-Fans, die sich primär für die ersten beiden Modellgenerationen des Golf begeistern können. Beide zeichnen sich durch ihr vergleichsweise kantiges Design aus. Mit der dritten Modellgeneration wurde der Golf deutlich größer und runder. Mit der vierten Generation wurde diese Entwicklung noch verstärkt.

Es ist anzumerken, dass VW mit dem Golf sehr viel experimentiert und ihn daher in den unterschiedlichsten Versionen aufgelegt hat. So gab es unter anderem schon eine Geländeversion des Golf II, die sich aber offensichtlich nicht gut genug verkauft hat. Besser steht es um die GTI Versionen, die sich von den anderen Modellen mit ihrer Sportlichkeit abheben und daher sehr begehrt aber auch kostspielig sind.

Ein Blick in die Zukunft

Einige Automobilexperten bezweifeln, dass es je wieder ein Auto geben wird, das einen legendären Status erlangt. Grund ist die Massenfertigung und der fehlende Mut der Autohersteller. Die Zeiten, in denen die Automobilentwickler großen Mut bewiesen haben, sind längst vorbei. Andererseits ist das vielleicht gar nicht so schlimm, weil dadurch die alten Klassiker umso mehr Beachtung finden.